Sehenswürdigkeiten in Granda Teil I

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Granda, dieses kleine Stückchen Erde mit 237.000 Einwohnern, welches sich in Andalusien, im Süden Spaniens befindet, ist ein Phänomen! Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, als ich mich dort hinbegab und war im positivsten Sinne überrascht. Warum? Erstens ist Granada ein kulturelles Highlight in Spanien, da es arabische, jüdische und katholische Kultur und Religion vereint. Zweitens weil es trotz hoher Temperaturen im Sommer nicht weit zu den schneebedeckten Hügeln der Sierra Nevada ist und Berge und Hügel die Stadt umrunden. Und drittens hat Granada wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Ich war selbst nie so sonderlich an Sehenswürdigkeiten und Geschichte interessiert, aber Granada hat das doch ein wenig geändert. Schaut euch einfach diese wundervollen Orte an und vielleicht ändert es ja auch eure Meinung!

Die Alhambra

Mit Sicherheit ist dieser Komplex aus arabischen Palästen DIE Sehenswürdigkeit in Granada. Eintrittskarten sind normalerweise bis zu zwei oder drei Monate im Voraus ausgebucht, also empfiehlt es sich, den Granada-Trip danach auszurichten, wann Tickets verfügbar sind. Oder man macht es einfach wie wir und versucht alles Mögliche, um spontan in die Alhambra zu kommen. Das erste, was wir probiert haben, ist, im örtlichen Alhambra Ticket Shop nachzufragen, was mit einer unfreundlichen Frau endete, die uns breit grinsend erklärte, es gäbe keine Tickets mehr. Ja, vielen Dank auch. Es gibt außerdem eine Granada Card, die für ca. 30€ mehrere Sehenswürdigkeiten kombiniert; diese war jedoch auch ausverkauft. Wir gaben nicht auf, nachdem wir im Internet gelesen hatten, dass man auch am Ticketschalter der Alhambra selbst anstehen könnte, bevor dieser um 8.00 Uhr aufmacht. Wir haben gelesen, dass man bereits gegen 7.00 Uhr da sein sollte, in der Touristeninformation wurde uns gesagt, dass Leute schon ab 5.00 Uhr morgens dort anstehen. Wir einigten uns auf einen Kompromiss und waren um 6.45 Uhr vor der Alhambra. Und glaubt es oder nicht, aber es standen tatsächlich schon ca. 50 Leute vor uns in der Schlange. Als der Ticketschalter endlich aufmachte, ließen sie ungefähr 20 Menschen herein und informierten uns dann, dass es keine Tickets mehr gäbe. Während wir noch in der Schlange standen, zückten wir unser Handy und dankten Gott für mobiles Internet, denn wir hatten einen Tag zuvor eine Seite entdeckt, in der es noch Tickets für Nachttouren durch die Alhambra gab. Diese Option war unser Plan B, es stellte sich jedoch heraus, dass es unsere letzte und einzige Chance war, noch Tickets zu ergattern. Es handelte sich um eine eineinhalbstündige geführte Tour durch die Paläste bei Nacht und war definitiv die 25€ wert. Die Alhambra ist ein unglaublicher Ort, der bei Mondschein mysteriös und wunderschön zugleich wirkt. Schaut euch meine kleine Sammlung der Alhambra Bilder an, die ich gemacht habe, und taucht ein in ein eindrucksvolles Stück arabischer Kultur in Spanien!

  • Homepage: http://www.alhambra.org
  • Webpage auf der wir die Last Minute Tickets gebucht haben: http://entradasparalaalhambra.es/
  • Granada Card: http://www.granadatur.com/granada-card
  • Preise: zwischen 8,00€ und 49,00€ (so teuer aber nur mit Führungen durch alle Paläste)

Fundación Rodríguez Acosta

Auf demselben Hügel, auf der auch die Alhambra platziert ist, befindet sich eine Sehenswürdigkeit, die zwar nicht zu den berühmtesten Plätzen Granadas gehört, aber definitiv zu den schönsten. Die Fundación Rodríguez Acosta besteht aus zwei Teilen: ein Museum, welches dem Historiker Manuel Gómez-Moreno Martínez gewidmet ist (also der nicht so spannende Teil) und ein riesiges Outdoor-Areal bestehend aus Pflanzen und weißen Säulen (was einfach umwerfend ist). Dieser Garten wurde einst als Studio des Malers José María Rodríguez Acosta errichtet und sollte ihm zur kreativen Inspiration dienen. Eine verdammt beeindruckende und definitiv teure Quelle der Inspiration, die es aber sowasvon wert ist, sie sich anzuschauen! Springbrunnen, Stauten, Palmen und ein überragender Blick auf die Stadt, ohne dass jemand von außen in den Garten sehen kann. Es gibt geführte Touren alle halbe Stunde, man kann also nicht auf eigene Faust dort reingehen. Trotzdem ist genug Zeit, um die ganzen schönen Details zu betrachten und die Atmosphäre zu genießen.

  • Homepage: www.fundacionrodriguezacosta.com
  • Preis: 5,00€ (4,00€ with student discount)
  • Adresse: Callejón Niño del Rollo, 8, 18009 Granada

Muralla Nazarí

Um diese Maurische Mauer zu besuchen, sollte man definitiv gemütliche Schuhe anziehen und bereit für steile Hügel sein. Es ist dennoch ein schöner Weg vom Stadtzentrum zu der Mauer, denn umso höher man geht, desto schöner wird der Ausblick und wenn man dann oben am Hügel angekommen ist, könnte der Blick auf Granada nicht besser sein. Deshalb sollte man auf jeden Fall noch ein Weilchen am Mirador San Miguel El Alto verbringen, der sich direkt daneben befindet. Außerdem kann man gleich einen Blick auf die Ermita de San Miguel El Alto erhaschen. Die Mauer selbst ist eine großartige Kulisse für Fotos, denn durch die vielen kleinen Löcher in der Backsteinmauer wird ein sehr spezielles Licht geworfen. Leider verwenden manche Leute diese Mauer scheinbar hin und wieder als Toilette, was einfach eine wahnsinnige Schande ist! Trotzdem ist ein Besuch der Mauer empfehlenswert.

  • Location: 37°11’05.8″N 3°35’16.7″W

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