Meine persönlichen Highlights in Mexiko Teil II

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Im ersten meiner zweiteiligen Serie über meine persönlichen Highlights in Mexiko habe ich euch bereits versteckte Perlen und einige der besten Orte des Landes vorgestellt. Heute werde ich euch ein paar weitere tolle Reiseziele zeigen, von denen einige wahrscheinlich nicht einmal wirklich als touristisch bezeichnet werden können. Als ich durch Mexiko gereist bin, war ich super interessiert daran, einen tieferen Einblick in das Land zu bekommen, weshalb ich es generell eher vermieden habe, mich an touristischen Orten aufzuhalten und mit vielen Menschen geredet habe, die an den Orten gelebt haben, die ich besucht habe. Hier kommen also ein paar mehr meine Lieblingsorte, in die ich mich verliebt habe.

Rundreise in Michoacán

Michoacán ist ein schöner Bundesstaat. Auch wenn mir Leute außerhalb Michoacáns immer wieder erzählt haben, wie gefährlich es dort doch sei, habe ich nie direkt irgendwelche Gefahren mitbekommen. Genauso wenig lebten die Locals, die wir dort kennengelernt haben, in ständiger Angst. Es gibt vielleicht Gegenden, die man versuchen sollte zu meiden, aber wenn man sich auf den normalen Pfaden aufhält und sich nicht mit den falschen Leuten abgibt, sollte es keinen Grund zur Sorge geben. Wir hatten nämlich eine wundervolle Zeit in Michoacán. Ich bin wieder einmal mit meiner lieben Freundin Joss gereist und wir starteten in Michoacáns Hauptstadt Morelia. Das ist eine sehr schöne Kolonialstadt mit kleinen Seitenstraßen, einem großen Park und einer wunderschönen Altstadt. Es ist nicht so wahnsinnig groß, weshalb wir entschieden, mehr von diesem Bundesstaat zu entdecken. Unser nächster Stop war Erongarícuaro in der Nähe des Pátzcuaro Sees. Pátzcuaro selbst ist ein Pueblo Mágico (d.h. ein traditionelles Dorf), welches wir auf unserem Rückweg besichtigten. Hier solltet ihr unbedingt das Eis probieren, denn dies war mit das beste, das ich in Mexiko gegessen habe. Wie dem auch sei, in Erongarícuaro quartierten wir uns in eine wunderschöne Hacienda mitten im Nirgendwo und umgeben von Natur ein. Es fühlte sich fast an wie in den Alpen! Von da aus machten wir einen Tagestrip nach Camecuáro, zu dem verzaubert wirkenden See. Es ist ein atemberaubender Ort, wo die Farbe des Wassers zwischen dunkelgrün, türkis und blau changiert und ein silberner Schimmer darauf liegt. Bäume wachsen direkt im Wasser, was dem ganzen den Eindruck verleiht, dass es sich hierbei um einen mystischen Wald mitten aus einem Märchen handle. Der Park nimmt eine geringe Eintrittsgebühr von ca. $50 (ca. 2,50€) und wenn ihr könnt, solltet ihr Feiertage und Wochenenden vermeiden, da ihr sonst auf viele Touristen stoßen werdet. Außerdem könnt ihr entweder selbst euer Essen mitbringen und dort picknicken oder traditionelles mexikanische Essen direkt im Park genießen.


Roberto Barrios, Chiapas

Die beeindruckenden, klaren, blauen Wasserfälle von Agua Azul standen auf meiner To Do Liste, noch bevor ich nach Mexiko kam. Das war einer der Gründe, warum ich in Palenque war. Übrigens ist Palenque auch an sich schon ein wunderschöner Ort, was teilweise an meinem Hostel lag. Yaxkin Hostal ist von Dschungel umgeben und hat ein nettes Café zum Frühstücken direkt nebendran. Aber kommen wir zurück zum Thema. Als ich Leuten sagte, ich würde mir gern Agua Azul anschauen, hat mir stattdessen jeder Roberto Barrios empfohlen. Und nachdem ich ein Beweisvideo gesehen habe, wie schön es dort ist, entschied ich mich, dem Rat zu folgen. Man muss lediglich die Menschen auf der Straße nach dem Camión nach Roberto Barrios fragen, für den man knapp $40-$50 zahlt (2-2,50€). Nach einer 20-minütigen Fahrt setzt euch der Camión irgendwo im Nirgendwo aus, doch am Ende der Straße kann man bereits einen kleinen Registrierungspunkt erkennen, an dem man den Eintritt zahlt. Dann lauft ihr einfach ca. 15-20 Minuten immer geradeaus durch den Dschungel und erreicht den wunderschönsten Wasserfall, den es gibt. Türkises Wasser, das auf beige, natürliche Steinbecken fällt. Man kann von den Klippen ins Wasser springen, kleine Höhlen erkunden oder sich einfach in der Sonne entspannen, während man es sich in den Pools gemütlich macht. Das war definitiv ein Highlight auf meiner Reise!Auch wenn Roberto Barrios günstiger und wesentlich weniger touristisch ist als Agua Azul, empfehle ich euch dennoch, früh zu kommen, wenn ihr ein wenig Zeit allein haben wollt. Ach ja – Klammeraffen tummeln sich auch in den Bäumen.


Balandra in La Paz, Baja California Sur

Das Symbol von La Paz im Bundesstaat Baja California Sur ist eine Steinformation, die am Strand Balandra zu finden ist. Einst war es eine natürliche Formation von Stalagmiten, aber nach einigen Fällen von Vandalismus beschloss die Regierung, es mit Metall zu verstärken. Warum auch immer Menschen denken, sie könnten einfach mal so die Natur zerstören, wird wahrscheinlich nie in meinen Kopf reingehen, aber egal. Auch mit dem von außen kaum sichtbaren Metall ist es immer noch wunderschön anzusehen. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, warum ich Balandra so geliebt habe. Ich habe mich in die ganze Lagune verliebt. Der warme, goldene Sand, das klare, blaue, flache Wasser und der ruhige, friedvolle Horizont machen Balandra zu einer wahren Oase. Außerdem hatte ich ein grandioses Naturerlebnis, als ich tatsächlich die Lagune bis zur gegenüberliegenden Uferseite überquert habe. Ich wurde damit belohnt, allein durch quasi unberührte Natur laufen zu dürfen. Solche Momente sind selten und selbst jetzt, einige Monate später, fühle ich immer noch diese absolute Stille und magische Aura, die diesen Ort umgaben. Wenn ihr mehr über Balandra erfahren wollt und vielleicht wissen möchtet, was man in La Paz noch so erleben kann, dann bitte einmal hier entlang. Ich habe außerdem einen Artikel über einen weiteren Ort in Baja California Sur geschrieben, Los Cabos. Wenn ihr diesen Teil des mexikanischen Pazifiks mit mir entdecken wollt, dann klickt einfach hier.


Mexico City, D.F.

Die große Stadt. Millionen von Menschen, zu viel Abgase und vollgepackte U-Bahnen. Ja, das ist eine Seite von Mexico City. Weswegen ich diese Stadt aber lieben gelernt habe, liegt an anderen Gründen. Zunächst einmal (und ich glaube das ist generell ein Großstadt-Ding) gibt es so viele kulturelle Angebote. Theater, Kunst, Museen, Lesungen, Kino und alles, was man sich nur vorstellen kann. Mit 156 Theatern hat Mexiko die höchste Dichte an theatralen Spielstätten im ganzen Land. Aber das ist nicht alles. Das nahegelegene Teotihuacán ist eine der eindrucksvollsten Zonas Arqueológicas, die ich je gesehen habe, eine gemütliche Bootsfahrt auf dem Xochimilco Kanal ist absolut entspannend, der Bosque de Chapultepec ist ein hervorragender Ort, um dem Großstadttrubel zu entkommen und es gibt mehr als genug Optionen, um abends eine gute Zeit zu haben. Außerdem gibt es eine große Auswahl an verschiedensten kulinarischen Köstlichkeiten, sogar einige nette vegane und vegetarische. Wenn ihr mal etwas typisch Mexikanisches erleben wollt, solltet ihr beim Lucha Libre zuschauen oder durch den immens großen Mercado de Mercéd schlendern. Ich habe es geliebt, dass sich das Leben in Mexiko nicht nur im Stadtkern des Centro Histórico zentriert, sondern dass man verschiedene Stadtteile entdecken kann, die alle unterschiedlich sind. Das erinnerte mich ein wenig an Berlin. Ich hatte eine wahnsinnig gute Zeit in Mexikos Hauptstadt und war gleich drei Mal dort!


Bacalar, Quintana Roo

Das ist das wahrscheinlich kleinste Dörfchen, in dem ich in Mexiko war. Ich meine, natürlich bin ich durch ein paar andere durchgefahren, aber ich bin dort ja nie geblieben. Bacalar ist jedoch berühmt für seine Lagune der Sieben Farben, was bedeutet, dass wenn die Sonne scheint, man sieben verschiedene Blautöne in der Lagune erkennen kann. Und lasst mich euch sagen, es ist genauso wunderschön, wie es sich anhört! Klares, blaues Wasser, das nicht mal kalt ist, sondern genau so kühl, dass man sich noch erfrischen kann, denn in Bacalar ist es verdammt warm. Auch wenn ich die schlimmste Hitze in Chetumal erlebt habe, der Hauptstadt von Quintana Roo. Verbringt dort aber absolut keine Zeit, denn es gibt nichts dort und der einzige Grund, weshalb ihr dort hingehen solltet, ist, um die Fähre nach San Pedro in Belize von Chetumal aus zu nehmen. Glaubt mir, ich habe einen ordentlichen Spaziergang dort hinter mir und konnte nicht mal wirklich ein Restaurant finden. Und lasst mich euch sagen, dass es keinen großen Spaß macht, bei so einer Hitze herumzurennen. Geht also lieber direkt nach Bacalar, wo ihr in der Lagune oder den Cenoten Azul und La Bruja schwimmen könnt. Unglaubliche Orte, die eine sehr ruhige, friedliche und entspannte Atmosphäre ausstrahlen. Bacalar war wirklich ein toller Ort, um mich ein wenig von meiner anstrengenden Reise nach Palenque zu erholen.

Eine Antwort

  1. Wie immer ein absoluter Lesegenuss, der in mir wieder die Sehnsucht nach Mexiko weckt, um ein paar der Dinge und Orte zu sehen, die du so wunderschön beschreibst….
    Mama 😘😘

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