Meine persönlichen Highlights in Mexiko Teil I

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Ich kann es immer noch nicht glauben, wie schnell die acht Monate, die ich in Mexiko verbracht habe, vorbei gegangen sind. Ich habe so viele großartige Menschen getroffen, habe so viele Dinge nicht über das Land und die Kultur, sondern auch über mich selbst gelernt und vor allem habe ich wundervolle Dinge gesehen und gemacht, die ich mir nicht einmal so schön hätte vorstellen können. Ja, Mexiko war ein Abenteuer fürs ganze Leben. Und es war ganz sicher nicht das letzte Mal, das ich dort war. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass es immer noch so viele Dinge gibt, die ich noch sehen wollte. Ob ihr es glaubt oder nicht, Mexiko ist so ein großes (und facettenreiches) Land, dass ich nicht genug Zeit hatte, um alles zu sehen. Doch damit ihr beim Planen eurer eigenen Reise nicht heillos überfordert seid, werde ich euch in meiner zweiteiligen Serie meine persönlichen Highlights für Mexiko vorstellen!

Peña de Bernal, Querétaro

Der Peña de Bernal ist der drittgrößte Monolith der Welt. Er liegt ein wenig außerhalb der Stadt Querétaro, ungefähr 40 Autominuten entfernt. Es handelt sich hierbei praktisch um einen Felsen, den man hochklettern kann. Meine liebe Freundin Joss nahm mich dort mit hin, da sie ihn schon öfter hochgeklettert ist und meinte, es sei einer ihrer Lieblingsorte in Querétaro. Bevor man hoch kann, muss man durch das kleine Örtchen Bernal durch, wo Essen, Getränke, Eis und Souvenirs verkauft werden. Sobald das Felsengebiet beginnt, entdeckt man ein paar Schilder, die erklären, was der Peña de Bernal ist und zeigen euch den Weg nach oben. Aber denkt bloß nicht, dass einfach nur ein bisschen bergauf laufen ist. Ab einem bestimmten Punkt muss man nämlich tatsächlich klettern, also macht euch darauf gefasst, euren ganzen Körper zu benutzen, um dort hoch zu kommen. Theoretischerweise gibt es keine Grenze, auf dem Weg nach oben, aber glaubt mir, ihr werdet sehen, ab wann ihr ohne Kletterausrüstung nicht mehr weiter nach oben kommt. Wenn ihr also noch höher hinaus wollt, müsst ich euch bei dem, was ihr tut, sicher sein oder ihr schließt euch einer Klettergruppe mit Guide an. Denn ich denke nicht, dass die Schilder, die euch vor dem Runterfallen warnen, nur zum Spaß aufgestellt wurden. Wenn man jedoch einmal oben angekommen ist, wird man mit einem unglaublich schönen Ausblick belohnt. Es gibt tatsächlich einige Leute, die den Peña hochklettern, also geht nicht davon aus, ein ruhiges Plätzchen nur für euch zu finden. Dennoch ist es wundervoll, auf das kleine Dörfchen herunterschauen zu können. Joss und ich brauchten ca. 40 Minuten nach oben, aber ich würde auf jeden Fall bis zu einer Stunde dafür einplanen, je nachdem, wie viele Pausen ihr zwischendrin macht. Dasselbe gilt für den Weg nach unten, denn auch dieser ist nicht einfach.


Hierve el Agua, Oaxaca

Wenn ihr regelmäßige Leser meines Blogs seid, dann müsstet ihr bereits gemerkt haben, wie sehr ich den Staat Oaxaca liebe. Es ist der einzige Staat Mexikos, der nicht ein Ministerium für Kultur, sondern für Kulturen hat. 17 indigene Sprachen werden hier noch gesprochen und das Essen gehört zum besten im ganzen Land. Die Stadt Oaxaca ist unglaublich. Ich habe mal jemanden sagen hören: „Oaxaca sieht aus, als hätte man die Stadt einmal in einen Farbeimer getunkt“ und ich muss sagen, das trifft es ziemlich gut. Da ich meine Liebe zu der Stadt Oaxaca bereits in einem anderen Blogeintrag bekannt habe, erzähle ich euch nun von einem anderen magischen Ort: Hierve el Agua. Wörtlich bedeutet dies „Wasser kocht“ und leitet sich ab von der kleinen Wasserfontäne, die die natürlichen Becken dort mit Wasser füllt. Und als wäre das nicht schon genug, hat man außerdem noch die atemberaubende Aussicht auf Gebirgsketten direkt dahinter. Was braucht man mehr? Es gibt zudem ein paar Essensstände und Restaurants mit traditionellem mexikanischen Essen und auf dem Weg zurück nach Oaxaca, könnt ihr super einen Stopp im Dörfchen Mitla einlegen. Dort gibt es einen riesigen Markt mit handgemachter Kleidung und eine Zona Arqueológica in der Nähe.
Ein weiteres Highlight in Oaxaca war natürlich Mazunte, der Strand. Ich habe auch gehört, dass Puerto Escondido nett sein soll, aber wenn ihr mehr über meine Abenteuer in Punta Cometa erfahren wollt, klickt einfach hier.


Tulum, Quintana Roo

Vom ersten Moment an, als ich Tulum sah, war ich Hals über Kopf in diesen Ort verliebt. Das war im August 2016, als ich Urlaub an der Riviera Maya gemacht habe. Tulum hat dieses gewisse Etwas, eine ruhige und herzliche Atmosphäre, die ich so noch nicht erlebt habe. Während unseres Urlaubs waren wir nur für ein, zwei Tage dort, aber ich wusste seit diesem Augenblick, dass ich zurückkommen und ein wenig bleiben will. Anfangs war mein Plan, direkt von Bacalar nach Belize weiterzureisen, aber da Tulum so nah war, konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und entschloss mich also, für ein paar Tage weiter nach Norden zu reisen. Ich habe mich einfach noch nicht bereit dazu gefühlt, Mexiko zu verlassen, wenn ich nicht vorher ein wenig Zeit in Tulum verbracht habe. Es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Es war, als würde ich meiner Familie auf Wiedersehen sagen und das lag nicht nur an den extrem herzlichen Besitzerinnen des Hostal La Negrita. Ich war glücklich. Das macht Tulum eben. Es macht dich glücklich. Der unglaublich schöne Strand, das Naturreservat Sian K’aan, die große Auswahlmöglichkeit an veganem, vegetarischem oder mexikanischem Essen, die kleinen, gemütlichen Lichter an den Bars abends und das Karibische Feeling, wenn man abends zum Tanzen ausgeht – es hätte nicht besser sein können. Um nicht die wunderschöne Lagune Kaan Luum oder die vielen Cenoten zu erwähnen. Tulum war für mich ein Ort des Friedens, die perfekte Art und Weise um mich von einem Land zu verabschieden, das ich immer in meinem Herzen tragen werde.


Rio de Coatepec, Xalapa, Veracruz

Das war die erste wirklich beeindruckende Erfahrung, die ich während meiner Zeit in Xalapa machen durfte. Xalapa selbst ist sowieso einfach nur wunderschön und ich bin mehr als dankbar, dass ich an so einem Ort leben durfte. Wenn ihr mehr über die Stadt erfahren wollt, die einige Zeit mein zu Hause war, dann klickt hier. Die umliegenden Dörfer und die Natur sind jedoch genauso faszinierend. Ich habe es geliebt, hin und wieder mal zum Strand zu fahren, auch wenn das Wasser an der Golfküste kälter und wesentlich rauer war, als in der Karibik. Jedoch gab es dem Ganzen eine besondere Atmosphäre, die ich sehr mochte. Mein schönster Trip war aber zum Río de Coatepec. Der Fluss war nur von Natur umgeben. Bäume, Felsen, Büsche und nichts als fließendes Wasser. Klar, das Wasser war eiskalt, aber allein die Tatsache, inmitten der Natur zu sein und das gesättigte Grün der Bäume auf mich wirken zu lassen, war schon eine großartige Erfahrung. Mit Freunden oder allein die Natur oder einen schönen Ausblick zu genießen ist eines der wundervollsten Dinge, die es auf der Welt gibt. Und dies war ein Moment, in dem ich all das wirklich zu schätzen wusste. Schöne Dinge und Orte sind oftmals direkt um die Ecke, wir müssen eben nur die Augen manchmal ein bisschen weiter aufmachen.


Tequila, Jalisco

Bevor ich nach Guadalajara kam, wusste ich nicht einmal, dass Tequila tatsächlich ein Ort ist. Und da ich kein riesengroßer Fan von Tequila war, wusste ich zunächst auch nicht recht, ob es sich lohnen würde, dorthin zu fahren. Ich habe es nicht eine Sekunde bereut, es doch getan zu haben. Erstens ist es eigentlich ein echt schönes, kleines Dörfchen. Man kann super dort essen und ein wenig durch die kleinen Gässchen spazieren gehen. Und zweitens war die Tequila-Distillerie-Tour, die wir gemacht haben, wahnsinnig gut. Wir haben etwas über den Prozess erfahren, wie Mexikos bekanntestes Getränk hergestellt wird und was mit der Agave passiert. Natürlich durften wir auch alles probieren, von kleinen Stückchen der süßen Agavenpflanze, über neunzig prozentigen Tequila bis hin zu einige von den hochqualitativsten Tequilas, die man bekommen kann. Und alle möglichen Geschmäcker: Kaffee, Mandel, Schokolade oder Kokosnuss. Also bringt auf jeden Fall genug Wasser für die Tour mit, um nicht zu schnell zu betrunken zu werden. Was mich jedoch wirklich faszinierte war die Natur, die das Dörfchen umgab. Tequila liegt wortwörtlich mitten im Nirgendwo, weswegen man, wenn man auf die nahegelegenen Hügel klettert, einen unglaublichen Blick nicht auf das Dorf, sondern auch auch die Berge und Felder dort hat. Wenn ihr also Kultur, Tradition, Natur und eine gute Zeit gleichzeitig haben wollt, dann dürft ihr Tequila nicht verpassen.

Eine Antwort

  1. Ich kann mich nicht satt lesen am deinen wundervollen Beschreibungen auf dem Reiseblog…. danke 😘

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